Is Geolocation a Real Business or Just a Feature?

If there was any doubt that location-based services such as Foursquare, Gowalla and Hot Potato are the next hot web thing, the South by Southwest Interactive conference in Austin in March hammered the point home (Om has called 2010 “the year of location”). The annual gathering of technology geeks was the site of thousands of “check-ins” from different venues, and the emergence of “flash mobs” as all the attendees saw crowds forming at various spots and rushed to join them. Watching a time-lapse visualization of those check-ins is like watching the outbreak of a virus on a medical show, or the firing of synapses in a brain.

Foursquare has gotten the most attention of all the location-based mobile applications, with Gowalla and Brightkite taking second and third place, although Hot Potato is coming up in popularity quickly. In part, Foursquare’s profile is a result of having attracted the most users — it recently hit one million users, a number that doubled in less than three weeks, and it only launched a year ago. There have been unconfirmed reports recently that some Internet giants are looking to acquire the startup: one rumor has Yahoo looking to pay as much as $100 million for the company.

So there’s no question that such services are popular — but are they a business, or are they just a feature that belongs inside another business or service? And if they are a business on their own, how do they make money? I’ve explored these questions and more in a report for GigaOM Pro (subscription required), looking at the major players and their prospects. At the moment, none of them are likely generating much revenue, since they are focused on building out their user base, but several have signed deals with media companies and other partners. Foursquare has done deals with services such as Zagat, the travel guide company, as well as several entertainment companies including HBO and Warner Brothers — and recently formed a partnership with the Wall Street Journal.

Meanwhile, two of the giants of social networking — Twitter and Facebook — are also busy integrating location into their networks and services. Twitter has implemented geo-tagging of tweets, partly by buying MixerLabs for its geolocation API, and Facebook is widely expected to launch some form of location-based features (although it didn’t do so at its f8 conference, as some anticipated).

As Om described in a post earlier this year about location, many mobile industry insiders believe that location will eventually become a core offering of major platforms such as iPhone, Android and BlackBerry, or major web platforms such as Twitter or Facebook or Google. With that kind of integration, users will be able to use location in virtually any app — such as watching a movie and checking in with Flixster or checking in at a restaurant with your Urbanspoon app — instead of using a specific app like Foursquare or Gowalla.

For a more in-depth look at this market, see my GigaOM Pro report. We’re also discussing these issues and others at our GigaOM Bunker Session today; you can view a live stream of this exclusive event here.

Post and thumbnail photos courtesy of Flickr user Dunechaser

Internet: Netzwerke ersetzen starre Webseiten

Artikel-Services

Internet

Netzwerke ersetzen starre Webseiten

Von Holger Schmidt

Wer erinnert sich noch an die großen Zeiten von AOL oder Altavista, an Netscape oder gar Fireball? Lycos, einst in einem Atemzug mit Yahoo genannt, ist ebenso Geschichte, und auch Yahoo hat seinen Zenit längst überschritten. Heute bestimmen Google, Facebook und Twitter das Geschehen im Web und vielleicht sind morgen Unternehmen wie der Musikdienst Spotify oder das ortsbasierte Netzwerk Foursquare am Zug.

In keiner anderen Industrie gelingt der Aufstieg zur Weltmarke so schnell wie im Internet, aber nirgendwo ist es auch so schwierig, dort zu bleiben. MySpace war noch 2006 das klar führende soziale Netzwerk. Aber noch nicht einmal Netzwerkeffekte konnten MySpace davor schützen, in kürzester Zeit vom Konkurrenten Facebook überrollt zu werden, dessen Werbeplattform vielleicht sogar einmal das Google-System ablösen könnte.

Portale schienen eine unanfechtbare Position als Eingangstor ins Internet zu haben, bevor Google mit der Suchmaschine zum neuen „Gatekeeper“ wurde und obendrein die Online-Werbung revolutionierte. Fast immer ist eine überlegene Technik der Grund für die schnellen Wachwechsel im Web, meist mit der Nutzung des Netzes als Plattform und oft mit dem Zugang zu nichtreproduzierbaren Datenbeständen verbunden. Wer dagegen das Netz einschließen will, ist fast immer gescheitert, wie es zum Beispiel AOL erfahren musste.

Bestes Beispiel für diesen Paradigmenwandel ist Facebook

Deutsche Portale wie T-Online oder Web.de haben zwar immer noch eine große Reichweite unter den deutschen Internetnutzern, aber ihr Anteil an der gesamten im Internet verbrachten Zeit ist zwischen August 2008 und Oktober 2009 von 27,5 auf 22,2 Prozent gefallen, hat das Marktforschungsunternehmen Comscore für diese Zeitung gemessen. Ihre Funktion als Eingangstor ins Web, gestützt von der E-Mail als beherrschender Kommunikationsform, wackelt. „Noch sind die Portale vorn. Aber der Wandel ist im Gange“, sagte Jeffrey Rayport vom amerikanischen Beratungsunternehmen Marketspace. Heute erfolgreiche Internetunternehmen sind mit ihren Inhalten oder Funktionen auf vielen Seiten präsent und arbeiten immer seltener nach dem Prinzip, alles auf einer Seite zu bündeln.

Bestes Beispiel für diesen Paradigmenwandel ist Facebook. „Wir bewegen uns vom Modell einer Internetseite hin zu einem Modell, das viele Anwendungen, zum Beispiel für den Desktop oder das Mobiltelefon, an einer Stelle zusammenführt. Wir wollen also weniger eine Website als vielmehr eine Plattform im Web sein, die den Social Graph der sozialen Beziehungen repräsentiert“, sagte der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.

Zu den Gewinnern im Wettbewerb um die Zeit der Internetnutzer zählen ganz klar Unterhaltungsangebote und Spiele. Online-Videos stehen zumindest unter den Jugendlichen ganz oben auf der Beliebtheitsskala, wie die Jugendstudie JIM 2009 des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest ergeben hat. Zwei Drittel der mehr als 1200 befragten Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren nutzen die Videoportale wie Youtube täglich oder zumindest mehrfach in der Woche. Jeder zweite Jugendliche hört Musikstücke aus dem Internet, während das Fernsehen im Netz nur bei etwa 5 Prozent der Jugendlichen angesagt ist.

70 Prozent der Jugendlichen nehmen regelmäßig Kontakt auf

Die durchschnittliche tägliche Internetzeit der Jugendlichen ist gegenüber dem vergangenen Jahr um 17 Minuten auf 134 Minuten gestiegen und liegt damit gleichauf mit dem Fernsehen. Die tägliche Internetzeit nimmt mit dem Alter der Jugendlichen zu: Eineinhalb Stunden sind es im Durchschnitt in der Altersgruppe der Zwölf- und Dreizehnjährigen, während die 18- und 19-Jährigen im Schnitt schon mehr als zweieinhalb Stunden am Tag im Netz unterwegs sind.

In der Verteilung der Internetzeit steht unter den Jugendlichen die Kommunikation mit einem Anteil von 47 Prozent ganz oben, gefolgt von der Unterhaltung (22 Prozent) und Spielen (18 Prozent). Erst am Ende folgt die Informationssuche (14 Prozent). Mit steigendem Alter der Jugendlichen verliert die Unterhaltung an Bedeutung, während die Informationssuche wichtiger wird.

Die E-Mail scheint ihren Zenit überschritten zu haben

Die These, dass die Kommunikation immer häufiger in sozialen Netzwerken stattfindet und weniger per E-Mail geschieht, wird vom Verhalten der Jugendlichen gestützt: 70 Prozent der Jugendlichen nehmen regelmäßig in sozialen Netzwerken Kontakt zu anderen auf, aber nur noch 55 Prozent dieser Altersgruppe senden regelmäßig E-Mails. Vor zwei Jahren betrug dieser Anteil noch 60 Prozent. Die E-Mail scheint zumindest in dieser Altersgruppe ihren Zenit überschritten zu haben. Unter der Verlagerung der Kommunikation in die sozialen Netzwerke leiden auch die Instant-Messaging-Dienste. Ihr Anteil an der Online-Zeit ist im vergangenen Jahr von 20,1 auf 16,6 Prozent gefallen, hat die Comscore-Messung ergeben. Dafür haben die sozialen Netzwerke ihren Anteil in den vergangenen Jahren auf 14 Prozent der Online-Zeit ausgeweitet. 85 Prozent der Jugendlichen sind heute in mindestens einem sozialen Netzwerk aktiv; 72 Prozent der Jugendlichen suchen die Netzwerke sogar regelmäßig auf - 15 Prozentpunkte mehr als im vergangenen Jahr. Im Moment kommt es in Deutschland zu einem Verteilungskampf zwischen den sozialen Netzwerken der VZ-Gruppe, Wer-kennt-wen und Facebook. Unter den Jugendlichen ist der Holtzbrinck-Ableger Schüler VZ klar führend. Twitter ist unter den Jugendlichen weniger beliebt: 7 Prozent gaben an, Tweets zu lesen und 4 Prozent schreiben auch die 140 Zeichen langen Kurznachrichten.

Schon bald wird sich das Internet verstärkt auf mobile Geräte verlagern und auch neue Unternehmen hervorbringen, die ebenfalls den Netzwerkgedanken pflegen. Ein Kandidat, zu den Shootingstars des Jahres 2010 zu werden, ist das Netzwerk Foursquare. Dort können Nutzer ihren Freunden mitteilen, wo sie gerade sind und was sie gerade tun. Ortsbezogene Dienste dieser Art gibt es zwar schon länger, aber die Technik ist erst jetzt so weit. Nötig sind nämlich die Satellitennavigation GPS und am besten ein Pauschaltarif für die mobile Datennutzung. Beides ist in immer mehr Handys verfügbar. Zudem wird die Übertragungskapazität der Handy-Netze in den kommenden Jahren spürbar steigen, denn die vierte Mobilfunkgeneration LTE wird das Surfen im Internet in DSL-Geschwindigkeit erlauben.

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: F.A.Z., FAZ.NET

© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2009.
Alle Rechte vorbehalten.
Vervielfältigungs- und Nutzungsrechte erwerben