Warner Music kündigt Streamingdiensten die Freundschaft.

Edgar Bronfman, Foto: dpaAusgedudelt: Warner Music, Nummer 3 unter den großen Musik-Labels, hat die Schnauze voll von Gratis-Musik im Internet und will seine Werke künftig nicht mehr auf den beliebten Streamingdiensten wie Last.fm, sondern nur noch als kostenflichtige Downloads anbieten. "Kostenlose Streamingdienste sind eindeutig nicht positiv für unsere Branche", sagte CEO Edgar Bronfman (Foto: dpa) bei der Vorstellung der Quartalszahlen seines Konzerns. Falls Warner die Sache ernst meint und geltende Vereinbarungen kündigt, reißt dies eine Riesenlücke in das Angebot von Last.fm und Co. Zu Warner gehören aktuelle Stars wie REM, Red Hot Chilli Peppers und Jay-Z genauso wie verstorbene Legenden wie Jimi Hendrix und Frank Sinatra. Außerdem erwägt Warner-CEO Bronfman, den strauchelnden Konkurrenten EMI zu schlucken und somit zur Nummer 2 der Branche Sony Music aufzuschließen. Durch das Ausscheren von Warner Music gerät nun vor allem Spotify unter Druck: Das schwedische Start-up ist bislang nur in sechs europäischen Ländern aktiv, die geplante Expansion in die USA bekommt einen Dämpfer.
bbc.co.uk, heise.de